Dauner // Dauner

Das gibt es selten, dass sich Vater und Sohn aus zwei musikalischen Richtungen – zwei unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen kommend – so positiv ergänzen. Freilich, beim längeren Zuhören offenbart sich, dass der Generationsunterschied der einzige Unterschied ist. Ansonsten sind sie – wie kann es anders sein – aus dem gleichen Holz geschnitzt. Flo erweist sich seinem Vater gegenüber als absolut gleichwertiger Partner. Mit seinem inspirierenden, erfindungsreichen Schlagzeugspiel – über 40
Alben hat er mit unterschiedlichen Bands ein gespielt – fungiert er seit Jahren als rhythmischer Motor bei den »Fantastischen Vier«. Flo’s vielseitiges gestalterisches Talent zeigt sich neben den Rock inspirierten Aufnahmen auch in jenen, wo er sich als ein feinfühliger, inspirierender Jazzdrummer erweist.  In seinem fantasiereichen Spiel erinnert er an Max Roach oder Dave Weckl.

Vater Dauner kann stolz sein auf seinen Sohn – ist er auch, denn er läuft zur Höchstform auf, zaubert in halsbrecherischen Figurationen beeindruckende musikalische Momente. Wolfgang Dauners Kreativität ist vielseitig und vor allem ungebrochen. Seine Anschlagkultur hat viele farbige Facetten und Gefühlswelten. Sie reichen in ihrer Vielfalt vom nervigen Anschlag eines Hampton Hawes oder Russ Freeman bis zur Feinnervigkeit eines Bill Evans. Viele Künstler wie Elvin Jones, Albert Mangelsdorff und Eddie Gomez, mit denen lange Zeit ein Ensemble bestand, haben sein musikalisches Profil mitgeprägt.

 

(Auszüge aus einem Text von Prof. Manfred Schwoof)